Gendriani

Ni Wayan
Ort: Denpasar, Indonesien  
Alter: 47  
Geschäft: Kleines Restaurant  
Kredit: 137€; 135€; 135€

 

Update Juni 2017

Um ihr Geschäft weiter auszubauen, erhielt Gendriani einen dritten Mikrokredit.

Update Mai 2017

Gendriani zahlte ihren Mikrokredit pünktlich zurück. 

Update April 2017

Gendriani musste vor kurzem ihr Restaurant für circa einen Monat schließen, um an einer Hinduistischen Zeremonie in ihrem Heimatdorf teilzunehmen. Ihre Enkelin wurde drei Monate alt, bei den Hindus ist das ein feierlicher Tag, denn das Kind berührt an diesem Tag zum ersten Mal den Boden. Davor achtet man streng darauf, dass das Baby unter keinen Umständen mit dem Fußboden in Berührung kommt.

Religion und Familie sind die beiden wichtigsten Aspekte im Alltagsleben der Balinesen. Gendrianis Verwandte wohnen in der ländlicheren Region im Norden Balis, welche schwer zugänglich und deshalb wirtschaftlich schwächer ist als die urbanen Regionen im Süden der Insel. Für sie ist es deshalb selbstverständlich, den Großteil an Kosten zu übernehmen, auch wenn das bedeutet, all ihre Ersparnisse dafür einzusetzen.

„Die Menschen, denen wir helfen, kennen keine Trennung zwischen privatem und geschäftlichem Vermögen,“ erklärt Sanna von WKP. „Wenn für familiäre oder religiöse Verpflichtungen ein Bedarf entsteht, spielt es keine Rolle, woher die Mittel dafür kommen.“

Um ihr Restaurant wieder eröffnen zu können, erhielt Gendriani Anfang April einen zweiten Mikrokredit. Damit konnte sie im Großhandel einkaufen und kann sich nun wieder selbst versorgen.

Gendriani Besuch1
Beim Besuch des Restaurants
Gendriani Besuch 2
Diesen Wok hatte sie mit dem ersten Mikrokredit gekauft
 

Update Januar 2017 

Gendriani konnte ihren Mikrokredit vollständig und rechtzeitig zurückzahlen. Ihr Einkommen hat sich um 20 % erhöht.

 

Über Gendriani

Es ist heiß in Gendrianis Zuhause. Und zwar nicht nur weil es in Bali generell heiß ist, sondern auch, weil das containerartige Gebäude nur ein kleines Fenster hat. Außerdem ist es immer so warm, wenn sie wach ist, weil sie dann in der Küchenecke kocht – Gendrianis Zuhause ist nämlich ein kleines „Restaurant“.

Während ihr Ehemann Wiranta, ein Busfahrer, oft für ein paar Tage weg ist, steht sie jeden Tag um drei Uhr früh auf, um das Frühstücksmenü zuzubereiten. Von sechs bis neun Uhr verkauft sie gelben Reis – ein typisch balinesisches Frühstück. Nachdem Gendriani sich kurz ausgeruht hat, geht sie zum Markt und bereitet das Abendessen vor, das von sechs bis zehn Uhr angeboten wird.

Dieser zwölf-Stunden Arbeitstag bringt ihr ca. 14 € am Tag ein. Das ist genug um die Bestände aufzufüllen, reicht aber bei weitem nicht, um sich ein Zimmer außerhalb des Restaurants leisten zu können.

„Wir haben früher näher am Stadtzentrum gewohnt. Da war es belebter und wir hatten mehr Kunden. Leider stieg die Miete immer weiter an, also mussten wir dort ausziehen. Es ist jetzt günstiger, aber hier kommen nicht viele Menschen vorbei.“ Heute lebt Gendriani in den nördlichen Randgebieten von Balis Hauptstadt Denpasar, weit weg von den Touristengebieten.

Unser Mikrokredit hat es Gendriani ermöglicht, eine weitere Herdplatte zu kaufen, dazu einen neuen Wok und Küchenequipment. Jetzt kann sie mehr Essen in weniger Zeit kochen – und dafür bei längeren Öffnungszeiten mehr Zeit in den Verkauf von Mahlzeiten investieren.

Bildergalerie Gendriani

Bildergalerie Gendriani
Bild 1 von 4

Gendriani bei der Essensausgabe.