Rasmini

Rasmini_1
Ort: Denpasar, Indonesien  
Alter: 67  
Geschäft: Straßenstand  
Kredit: 4 x 35 €

 

Update Dezember 2017

Rasmini konnte all ihre Mikrokredite pünktlich zurückzahlen. Nun erhält sie einen vierten Mikrokredit. Auch diesmal möchte die Seniorin lieber kein großes Risiko eingehen und beantragt lediglich 35 €, welche wir ihr gern auszahlen.

Update Oktober 2017

Rasmini erhält nun einen dritten Mikrokredit. Ihr Einkommen ist 17 % höher als im Juni.

Update Juli 2017

Rasmini erhält einen zweiten Mikrokredit, um einen weiteren Vorrat an Benzin zu finanzieren.

Update Juni 2017

Rasmini zahlte den Mikrokredit vorzeitig zurück.

Über Rasmini

Die meisten Berge Balis sind vulkanischen Ursprungs und bedecken etwa drei Viertel der gesamten Inselfläche. Der letzte Ausbruch des Vulkans „Gunung Agung“ von 1963 forderte ca. 2000 Menschenleben und verwüstete Dörfer und Felder. Dies hatte zur Folge, dass zahlreiche Menschen von dort fliehen mussten. So auch die heute 67-jährige Rasmini und ihr Mann Wayan. Sie flüchteten damals, vor mehr als 40 Jahren, von Ostbali nach Denpasar, der offiziellen Hauptstadt Balis.

Dort pachtete Rasmini für jährlich 2,000,000 IDR (damals ca. 400 €) und mit einer Laufzeit von 10 Jahren eine 100 qm große Baufläche. Als Neuanfang begann Wayan als Bauarbeiter zu arbeiten und baute so schrittweise nach seiner Arbeit ein Haus für die Familie. Nach 20 Jahren beschloss der Verpachter das Grundstück zu verkaufen und Rasmini und ihr Mann sowie ihre fünf Söhne und zwei Töchter mussten erneut umziehen. Unweit von ihrer alten Heimat bauten sie sich schließlich ein neues Haus. Um das Familieneinkommen zu verbessern, eröffnete Rasmini in der neuen Gegend ein kleines Geschäft, in dem sie Kaffee und gebackene Bananen an dort ansässige Arbeiter verkaufte. 

Vor zehn Jahren verstarb Wayan ganz plötzlich. Bis heute kennt Rasimi die Todesursache nicht, denn für eine Untersuchung fehlte das Geld.

Da ihr Geschäft mit Kaffee und gebackenen Bananen allein nicht mehr wächst und somit auch die Einnahmen gleich bleiben oder sinken, erweiterte sie ihren Stand. Nun sitzt die zielstrebige und ehrgeizige Großmutter montags bis samstags von 7 Uhr bis 18 Uhr an ihrem Straßenstand und verkauft zusätzlich Tee, Reis zum Mitnehmen und „canang“, Geschenke, welche im Hinduismus den Göttern als Opfergabe gebracht werden. Um sich und ihre Produkte vor allem mittags vor der intensiven Sonne zu schützen hat Rasmini den Stand unter einem Baum und einem Strandschirm aufgebaut. So kann sie täglich ca. 3 € Gewinn erwirtschaften.

Den Mikrokredit von ca. 35 € nutzt sie, um einen größeren Vorrat an Benzin zu kaufen. In Indonesien wird Benzin oft in Literflaschen am Straßenrand verkauft. Damit kann Rasmini ihr tägliches Einkommen nahezu verdoppeln.

Bildergalerie Rasmini

Bildergalerie Rasmini
Bild 1 von 9

Rasmini's Straßenstand